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Das Rauchen von
Filterzigaretten ist heute die bevorzugte Konsumform des Tabaks, auf
die rund 90% aller Tabakwaren in Deutschland
entfallen. |
Zigaretten
Der meiste Tabak wird heute zu
Zigaretten verarbeitet, obwohl es die jüngste Form aller
Tabakprodukte ist. In Deutschland wurden die ersten Fabriken zur Herstellung von
Zigaretten Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut. Mit der Einführung
der neuen Tabakmischung „American Blend“ wurde
der "Rauchgenuß" milder.
So konnten verstärkt auch
Frauen und Jugendliche als neue Raucher gewonnen
werden.
Heute gibt es in Deutschland
über 20 Millionen Raucher, die 130 Milliarden Zigaretten pro
Jahr (16,6 Zigaretten pro Tag und Raucher) rauchen.
Feinschnitt (zum Selbstdrehen)
Unter Feinschnitt
versteht man rauchfertigen Tabak in loser Form. Erst nachdem
man den Tabak in Zigarettenpapier "eindreht",
erhält man die rauchfertige Zigarette. Der Verbrauch an
Feinschnitt nimmt immer besonders nach Tabaksteuererhöhungen
zu.
Im Jahr 2003 wurden in Deutschland 18.600 Tonnen Feinschnitt
verkauft.
Zigarren und Zigarillos
Die
Zigarre löste den Schnupftabak als wichtigste Konsumform des
Tabaks ab. Sie wurde zunächst ausschließlich in Spanien
produziert und
blieb die beliebteste Form Tabak zu rauchen bis etwa Ende des
19. Jahrhunderts die Zigarette sie ablöste. Im Jahr 2003
gingen in Deutschland 3.3 Milliarden Zigarren und Zigarillos
über den Ladentisch. |
Pfeifentabak
Anfangs
als der Tabak nach Europa kam, wurde er zumeist in Pfeifen
geraucht. Heute ist diese Konsumform relativ unbedeutend und
wird nur von einer Minderheit (730 Tonnen in 2003) betrieben,
die damit gerne eine Art von Genießerimage in der
Öffentlichkeit zelebrieren. |
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alle
Buch
CD-Tipps
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Tabakabhängigkeit
von
Knut-Olaf Haustein
Das wissenschaftlich fundierte Werk verschafft dem Arzt einen
Wissensvorsprung gegenüber den populär-wissenschaftlich informierten
Patienten. Haustein stellt die Therapien in ihren Vor- und
Nachteilen ausführlich dar. Der Überblick
mit umfangreicher Literaturangabe ermöglicht die Vorbereitung von
Seminaren und Fortbildungen zum Thema Raucherentwöhnung. Es enthält
eine gut strukturierte, umfassende, detaillierte und praxisnahe
Darstellung aller relevanten Fragestellungen zur Thematik der Tabakabhängigkeit.
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Rauchfreie
Tabakprodukte
sind
Kautabak und Schnupftabak. Beide sind in Deutschland seit 1993 von der
Tabaksteuer befreit. |
Schnupftabak
Vor
allem im 18. und 19. Jahrhundert war der Schnupftabak im
Gegensatz zu heute eine
Tabakform von großer Bedeutung. Er war beim Adel in Mode, der den
Konsum mit modischen wertvollen Tabaks- und Schnupftabaksdosen
ausgiebig zelebrierte. Es gab zahlreiche unterschiedliche
Sorten und Ende des 19.Jahrhunderts hatte der Schnupftabak in England
und Frankreich einen Marktanteil von 90% (!) aller Tabakprodukte.
Kautabak
ist fein gemahlener
Tabak, den man zwischen
Kiefer und Wange legt und vom Speichel auslaugen lässt. Er wird entgegen seinem Namen nie gekaut oder
hinuntergeschluckt.
Über die Mundschleimhaut wird Nikotin schnell aufgenommen und
wirkt im Körper zunächst anregend und später
beruhigend.
Seinen anregenden und erfrischenden Geschmack erhält er durch
Sossierung. In mehreren Gängen wird der Rohtabak mit "Sossen"
behandelt, für die es zahlreiche Rezepte mit den
unterschiedlichsten Inhaltsstoffen gibt.
Fachleute sehen die Gefahr der Nikotinabhängigkeit genauso
groß wie bei Zigaretten. Irrtümlicherweise wird der
Kautabakkonsum manchmal als Alternative zum
gesundheitsschädlichen Tabakrauch angepriesen. Bei
Daueranwendung werden Zähne, Zahnfleisch und Schleimhäute
geschädigt und das Krebsrisiko im Mund-Rauchen-Raum start
erhöht. |
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