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Nikotin ist
ein hochpotenter und schnell Sucht erzeugender Wirkstoff. Die
Zahl der starken Raucher und damit Nikotinsüchtigen wird auf
etwa 9
Millionen
alleine in Deutschland geschätzt. |
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Der Stoff "Nicotin" wurde 1828
von dem Chemiker Reimann und dem Mediziner Posselt
entdeckt. Nikotin ist ein Alkaloid, das in den Blättern
der Tabakpflanze in hoher Konzentration vorkommt. |
Reines
Nikotin ist bei Zimmertemperatur eine farblose, ölige Flüssigkeit. Nikotin
ist mit Wasser mischbar und hat einen tabakähnlichen Geruch. Es färbt
sich an der Luft braun.
Nikotin wird hauptsächlich aus der
Tabakpflanze
gewonnen – wie auch Tomate, Tollkirsche oder Kartoffel
ein Nachtschattengewächs, die auch in Spuren
Nikotin
aufweisen können. Anfangs wurde die Tabakpflanze zu Heilzwecken verwendet.
Aus den Blättern der Pflanze extrahiert man zur Parfumherstellung das
Tabakblätter-Resinoid. Dieser starke, aromatische Duft wird
beispielsweise in
Männerparfumes verarbeitet. |
Nikotin
ist ein hochpotentes Pflanzengift. Die tödliche Dosis für
den Menschen beträgt 50 mg. Diese wird aber wegen des raschen Abbaus des
Nikotin im Körper selbst von einem starken Raucher nicht erreicht.
Für einen Säugling oder
ein Kleinkind kann bereits das Nikotin einer einzigen verschluckten Zigarette tödlich sein.
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Nikotin
Wirkung
| Durch
Verglimmen des Tabaks wird Nikotin freigesetzt. An winzige Teerteilchen
im Rauch gebunden wird es über die Lunge vom Körper aufgenommen. |
| Von dort gelangt es
rasch in die Blutbahn und erreicht in wenigen Sekunden das Gehirn, wo Nikotin die Freisetzung des Nervenbotenstoffes
Dopamin anregt. Dieser löst Belohnungsgefühle von Wohlbehagen bis Hochstimmung aus und ist für den so
genannten "Rauchgenuss"
verantwortlich. |
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Ebenso wird Noradrenalin freigesetzt, das durch erhöhte Aufmerksamkeit und
Energiefreisetzung ebenfalls stimulierend wirkt. |
| Die
Wirkung des Nikotins lässt rasch nach, da es im Körper schnell wieder abgebaut wird. |
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statt Nikotin
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Nikotinentzug
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Wegen
seines raschen Abbaus lassen die positiv empfundenen Effekte des Nikotins schnell nach. Durch das
Rauchen einer Zigarette können die "vermissten"
Wirkungen ebenso schnell wieder hergestellt werden. |
| Wird dem Körper
das gewohnte Nikotin über längere Zeit entzogen, reagiert er mit Entzugserscheinungen,
die von Person zu Person verschieden
sind: |
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Nikotin
- Entzugserscheinungen
Nervosität und Unruhe
Abnehmende Stresstoleranz
Allgemeine Gereiztheit
Aggressivität |
Schlafstörungen
Konzentrationsstörungen
Depressionen
Gesteigerter Appetit |
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Nikotinsucht - Nikotinabhängigkeit
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Der schnelle Verlust der Nikotinwirkung ist
verantwortlich für das Auftreten von Entzugserscheinungen. Durch
regelmässigen Nachschub mittels der nächsten Zigarette können diese
vermieden bzw. wieder aufgehoben werden.
Der Raucher gewöhnt sich rasch an die durch
Nikotin ausgelösten Effekte und nach einiger Zeit verlangt
der Körper nach den Nikotinwirkungen. Die Dosis muss gesteigert werden, um die "angenehmen" Wirkungen des
Nikotins
wieder zu erzielen. |
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Rauchen und Gewohnheiten
Neben dem Suchtstoff Nikotin ist das häufig über Jahre
praktizierte Raucher-verhalten mitverantwortlich, warum viele
Raucher nicht von der Kippe lassen können.
Der Griff zur Zigarette wird mit der Zeit fester Bestandteil in vielen Situationen des
täglichen Lebens: die Zigarette zum
Kaffee, beim Warten, bei Nervosität, beim Telefonieren, nach
dem Essen, in der Kneipe etc.
Auch wenn der Tabak“genuss“ vom Arbeitsplatz mehr oder
weniger eliminiert wurde, um die Nichtraucher vor
Passivrauchen
zu schützen, so gibt es in
den Betrieben oftmals Raucherzimmer oder –eckchen. Neben
dem
Kaffeeautomaten im Betrieb
steht
weiterhin der Aschenbecher und der Raucher frönt seiner
Leidenschaft, oder besser gesagt: seiner Sucht. Hat der
Arbeitgeber es abgelehnt, einen Raucherraum für seine
Arbeitnehmer einzurichten, bleibt dem
Raucher
nur der Gang ins Freie.
Dieses Einprägen in das individuelle Verhalten, verbunden mit
rasch auftretenden Entzugserscheinungen, machen das Loskommen vom Rauchen
so schwer. |
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